Die Arbeiten auf der Finca schreiten voran.


Die Bauarbeiten sind wieder im Gange. Viele Mitarbeiter sind zurückgekehrt. Die meisten, weil sie einfach wieder ein Einkommen brauchen. Auf dem Grundstück haben wir daher eine Baubaracke erstellen lassen. Hier schlafen 3-6 Personen. Somit können die Ausgangsperre und die generellen Einschränkungen umgangen werden, und ungehindert weitergearbeitet werden. Denn nun müssen die Mitarbeiter nicht täglich anreisen.
Mein Ziel ist es das Haus so schnell wie möglich fertig zu stellen. Denn ein leeres, vorallem halbfertiges Haus draussen im Jungel zerfällt sehr schnell. Die Natur rundum ist sehr stark und nimmt sich schnell zurück was menschengemacht ist.
Auf der Baustelle kann ich nicht mithelfen, dafür bei den Umgebungsarbeiten. Letzte Woche habe ich zusammen mit den beiden Studenten eine sogenannte Chacra angelegt.

(CHACRA: Bedeutet Obstgarten oder Farm in den Amazonasgemeinden)
Chacra ist nicht nur einfach einGarten, Es ist ein Ort wo Symbolik, Spiritualität und Ritual zusammenwachsen und sich entwickeln. Der Garten bildet die zentrale Dimension der indigenen Familien. Bei einer Heirat bringt die Braut das Chacra in die Ehe. Denn es ist die Basis um eine Familie ernähren zu können. Dadurch werden Autarkie und Autonomie geschaffen, die historisch grundlegende Werte der indigenen amazonischen Gesellschaften sind.
Das Chacra ist eine nachhaltige Lebensachse für indigene Gesellschaften. Es ist wie ein Mikroterritorium. Gepflanzt werden Nahrungsmittel, Heilpflanzen und handwerkliche Utensilien, dies alles nachhaltig und im Einklang mit dem Regenwald.

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