Eingangsstrasse zum Studentenhaus Pakashka Sacha

Jeder Ecuadorianer hat ein anrecht auf Strom. Wo immer und wie immer abgelegen jemand wohnt. Es gehört zu den Grundrechten. Das sagt das Gesetz. Die Umsetzung leider ist etwas komplizierter. 

Im Februar, mit dem Baubeginn haben wir die erste Hürde mit dem EESA (Staatliche Stromgesellschaft) erklommen. Nach langem hin und her haben sie uns einen Anschluss als Baustelle genehmigt und erstellt. So weit so gut. Baustrom kann hier bis maximal 4 Monate bezogen werden. Danach muss ein Stromzähler installiert werden. 

Mit dem ganzen Covid-Durcheinander ist nun das ganze etwas komplizierter geworden.

Auf jeden Fall besuchte ich, nachdem die Ausgangssperren aufgehoben wurden und die Firmen wieder geöffnet waren zum EESA. Diese Beorderten mich, dass ich mein Recht um 2 Monate überzogen habe.  Hallooo? COVI… ihr ward 10 Wochen geschlossen.

Auf jeden Fall haben wir das gütlich geregelt und ich habe alle Formulare für einen Antrag für einen Elektrozähler beantragt und eingereicht. Dies mit Fotos, Kopien, Berichten, Anträgen etc. 

Die Antwort war. Alles OK wir werden uns nun um den Fortlauf kümmern. In 5 Tagen haben sie einen Zähler.

2 Tage später waren wir ohne Strom. Das EESA kam vorbei, ohne uns zu informieren und hat unsere Zugangsleitung gekappt und die Kabel weggenommen. Dies um 5 Uhr abends kurz vor dem Eindunkeln. Mein Anruf an das EESA in Tena wurde nicht beantwortet. Also habe ich die Notnummer des Hauptsitz in Ambato gewählt und über die Missstände beim EESA in Tena informiert. Die Dame in Ambato war entsetzt darüber, dass Tena mich in dieser Weise behandelt und informierte, dass dies Konsequenzen für die Abteilung in Tena haben werde.

Uns blieb nichts anderes übrig als eine Nacht ohne Strom auszuharren. Jedoch nächsten Morgen um 7 ging ich zurück in den Büros des EESA Tena. Kaum die Eingangshalle des EESA betreten, rennt die Sekretärin, ohne ein Wort zu sagen, gehetzt an mir vorbei, rauf ins Managerbüro. 1 Minute später kommt sie zurück in Begleitung des Manager. Er mit Werkzeugen und einem Elektrozähler in der Hand und wollte an mir vorbei das Gebäude verlassen. Ich stoppte ihn und wollte wissen wie die Situation nun stehe. 

Mit finsterer Mine antwortete er kurz und hässig: Ich bin auf dem Weg. 

30 Minuten später war mein Stromzähler installiert und die Bauarbeiten konnten weitergeführt werden

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