Über den Wolken

Schaukel Indi Churry in Puyo

Wie bereits erwähnt ist es Saber y Crecer wichtig die Studenten nicht nur schulisch zu fördern und fordern, sondern auch eine Brücke zwischen den Kulturen zu bauen, dazu gehört es auch Wochenendausflüge zu organisieren. Mit den Volontären und den Studenten ging es ab nach Puyo. Dort gibt es die spektakuläre Schaukel Indi Churry. Schaukel ist etwas übertrieben, ein Baum, ein Ast, daran ist ein Seil befestigt und an diesem Seil ein Holzstück, auf welchem man platznehmen kann. Adrenalinfaktor sehr hoch und Spass garantiert. Keine Angst die Sicherheit kommt nicht zu kurz, ein Seil um die Lende mit einem Karabiner ist vorhanden und natürlich die Hinweise vom Instruktor vor Ort. Danach ging es weiter nach Hola Vida, ein Wasserfall ebenfalls in der Nähe von Puyo. Ein wunderschöner Pfad führt dem Fluss entlang zum Wasserfall, wenn man möchte und es nich zu viel Wasser hat, kann ein Bad unter dem Wasserfall genommen werden.

 

Erste Profile sind gestellt

Volontär und Student stecken das erste Haus ab.

Theorie trifft auf Praxis und das im Urwald. Die Parzelle wo das Haus entstehen soll wurde vor einigen Wochen gesäubert, das Holz kleingeschnitten und zum trocknen aufgestapelt. Das Bild vom Haus und wo es genau gebaut werden soll war in unseren Köpfen –  jedoch sah das Grundstück nach der Säuberung ganz anders aus. Kurzerhand mussten die Pläne über Bord geworfen werden und eine neue Idee wurde kreiert. Zuerst in der Theorie zu hause am Esstisch mit Studenten, Volontären und Einheimischen und danach folgte die Umsetzung auf dem Grundstück. Ja die Profile sind nun erstellt, die Abschnitte abgesteckt, die Pläne müssen noch zu Papier gebracht werden und dann kann es losgehen. Theoretisch. Die Behördengänge nehmen mehr Zeit in Anspruch als gedacht und da soeben ein neuer Bürgermeister gewählt wurde zieht sich alles in die Länge. Ausdauer ist gefragt, aber wir geben nicht auf und sind zuversichtlich. 

Spatenstich

Um 05:30 Uhr klingelte der Wecker, Frühstück zubereiten, Sandwich machen, Guayusa in Flaschen abfüllen, da wartet auch schon das Taxi und ab geht es auf das Grundstück. Tagesziel ist eine kleine Bodega 6m x 5m. Geplant war es mit der Bodega am Mittag fertig zu sein, doch die Arbeiten im Jungle gestalteten sich anspruchsvoller als gedacht. Das ganze Material musste von der Hauptstrasse an den Ausgangspunkt getragen werden, Strassen gibt es noch nicht nur kleine Pfade, welche mit den Machete freigeschlagen wurden. Nun heisst es Bäume fällen, die Baumstämme schinden, den Platz vom Unterholz befreien, Löcher für die Pfeiler graben usw. Dies natürlich alles von Hand, mit der Machete und einer Motorsäge. Nach 10 Stunden war es geschafft, die Bodega steht und wir sind tot müde aber überglücklich.

Arbeit und Vergnügen

Am Rio Misahuallí. Immer wieder ein Abenteur den Fluss abwärts zu treiben, durch Jungle und unendliche Natur.

Die Arbeit sowie das Leben in Ecuador kann man sich erst vorstellen, wenn man es vor Ort miterlebt hat. Die Studenten und Volontäre werden jeden Tag vor neue Herausforderungen gestellt, die es zu meistern heisst. Dies in akademischer, aber auch in sozialer Hinsicht. 

Saber y Crecer ist es wichtig die Studenten nicht nur schulisch zu fördern und fordern, sondern auch einen Ausgleich zwischen Arbeit und Vergnügen zu schaffen. Daher darf ein Tag mit Studenten und Volontären am Fluss nicht fehlen.
Hier eine wilde Team-Flussfahrt den Río Misahuallí runter. Spass pur.