Auf das Rad gekommen

Rückfahrt von Misahaulli nach Tena

Bei den noch 2 verbliebenen Studenten wurde der Schulunterricht auf das Internet verlegt. Tönt toll aber Internetzugang ist hier im Regenwald nach wie vor keine Selbstverständlichkeit.
Im neuen Studenten Haus versuche ich schon seit längerem einen Internetzugang zu erhalten. Die Corona Krise hat dieses Unterfangen noch zusätzlich erschwert.
In Tena, 6 km von hier in meiner alten Wohung gibt es jedoch einen guten Internetzugang.
Die Lösung war Fahrräder Für diese Distanz das perfekte Transportmittel. Was noch dazukommt ist die körperliche Ertüchtigung die einen idealen Ausgleich zum Studium vor dem Computer ermöglicht. Und die perfekte Nebenwirkung? Beide Studenten haben für sich ein neues Hobby entdeckt. So wird das Fahrrad nicht nur für den Schulweg benutzt sondern auch für stundenlange wochenend Fahrradtouren. Die Bilder zeigen die Tour vom letzten Sonntag nach Misahualli, Puka Urku und zurück. Besuch bei deren Familien nach nun fast 4 Monaten. Eine 75 km Herausforderung durch den Regenwald, entlang dem Rio Napo die in die Muskeln geht.

Immer noch Baustelle

Aktueller Stand der Baustelle


Hier in der Region schnellen die Zahlen der Infektionen unkontrolliert in die Höhe. In vielen kleinen Dörfern, wie zB Ahuano sind die meisten Leute angesteckt, denn nur wenige wirklich versteht das Ausmass und die Gefahr dieser Krankheit. Auch wollen die Leute nicht in die Spitäler, bleiben zuhause und stecken die übrigen Familienmitglieder an. Man verlässt sich auf die Naturmedizin.
Auch einige Mitarbeiter bei uns auf der Baustelle kommen nicht mehr zur Arbeit weil sie sich angesteckt haben. Einige leiden scheinbar ziemlich stark unter den Grippesymptomen. 

Der Kanton Napo ist nach wie vor auf der höchsten Alarmstufe (Alarmstufe Rot). Das heisst die Notmassnahmen bleiben streng, werden jedoch kaum eingehalten. Die Leute mögen nicht mehr ausharren. Es fehlen Einkommen und soziale Kontakte.

Wenigstens hat uns der Vulkanausbrauch Sangay keine weitere Probleme beschert. Einige Städte in der Bergregion, wie Riobamba, Alausi, haben zusätlich noch mit der Asche des Vulkanes zu kämpfen. 

Ich hoffe immer noch, dass wir das Haus bis Ende Monat fertigstellen können damit wir den Betrieb auf das neue Schuljahr aufnehmen können. Es fehlen noch einige Sachen aber die noch verbleibenen Handwerker geben vollen Einsatz.

Aufbau Hilfe von Wohnhaus

Der 10 köpfigen Familie Canelos ist vor einigen Monaten das Wohnhaus abgebrannt. Schuld war ein Kurzschluss. Wenn man die elektrischen Installationen hier anschaut ist dies nicht verwunderlich. (Zum Glück haben wir hier nur 100 Volt Anschlüsse)
Das Haus, auf der Isla Anaconda, ganz in der Nähe von der Liana Lodge, brannte bis auf die Grundmauern nieder. 
Irina, eine Volontärin von SELVA VIVA, hat den mutigen Schritt genommen und eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Es werden USD 7000.- gesucht um das Haus, zusammen mit der Comunidad wieder aufzubauen. 
Die Fundament konnten wiederverwendet werden und der Grundaufbau hat die Familie mit Hilfe von den Nachbarn mit eigenem Holz aufgebaut. 
Letzte Woche konnten dank ersten Spenden ein Blechdach gekauft werden, sodass die Konstruktion sicher unter Dach geschützt ist.
Noch fehlen Holzböden, Holzwände und eine gut installierte elektrische Anlage. Nach wie vor werden noch Spenden gesucht. Der Bau wird geführt und kontrolliert von meinem Baumeister, Vicente Gaibor und die Finanzen werden durch mich geführt, dokumentiert und kontrolliert.

Unterwegs mit Esspaketen

Verteilen von Esspaketen

Dank vielen spontanen Spenden wurde es mir ermöglicht, etwas Nothilfe an die leidenede lokale Bevölkerung zu leisten. 
Aufgrund der Corona-Krise fehlt es in vielen Haushalten am nötigem Einkommen um nötige Nahrungsmittel einzukaufen. 

Es ist nun die 2. Runde mit Esspaketen. Genau herauszufinden und zu definieren wer wirklich Hilfe braucht ist nicht so einfach. Mit der Unterstützung von meinen beiden Mitarbeitern, die hier in der Region wohnen, haben wir eine Liste erstellte von hauptsächlich älteren Leuten ohne Einkommen aber auch von grossen Familien, dies hier in der Region Guinea Chimbana.

Die Reaktionen sind berührend herzlich oder dann aber auch sehr scheu. Aber auf jeden Fall ist die Hilfe sehr willkommen. Der Umfang der Pakete scheint zu passen. Was wir ergänzt haben ist Kaffee oder Cacao und auch was Süsses.

2 kg Reis
1 l Speiseoel
1 kg Zucker
500 g Linsen
1 kg Haferflocken
1 kg Salz
1 Paket Teigwaren
5 Büchsen Thunfisch
1 Hühnchen
1 Tasche mit verschiedenem Gemüse
1 Sack Guetzli
300 g Kaffee oder Cacao

Was Logistik anbetrifft werden wir auch immer besser. Meine Kollegin Maria fährt uns mit ihrem Privatauto nach Tena zum Einkauf und begleitet uns bei der Verteilung der Nahrungsmittel.
Beim Einkauf werden alle Nahrungsmittel sortiert und in grosse Kartons verpackt. Zurück in Guinea Chimbana werden die Nahrungsmittel auf grosse Tragetaschen portioniert. Danach fahren oder laufen wir zu den jeweiligen Häusern und verteilen die gefüllten Tragetaschen.
Eine strenge aber sehr erfüllende Arbeit. Herzlichen Dank an all die grosszügigen Spender.

Foodpakete haben Vorrang

Familie in Talak.

Die Corona Krise hat Ecuador hart im Griff. Die Restriktionen vom Staat sind rigoros. Arbeiten sind gestoppt oder durch Lieferungsengpässe verunmöglicht. Der Tourismus, der für eine Vielzahl der einheimischen einzige Einkommensquelle war, ist versiegt. Und hier leben 90% der Bevölkerung von der Hand in den Mund.
Weitere Verarmung und Hunger sind die Konsequenzen. Das Land war schon vor der Krise eigentlich Pleite. Die Regierung ist überfordert und unfähig ausreichend für das soziale und wirtschaftliche Wohlergehen der Bevölkerung zu sorgen. Viele Investoren haben durch die politische Situation und Korruption Ecuador verlassen und werden so schnell auch nicht wieder kommen.

Es gibt eine hohe Dunkelziffer an Covid19 Infizierten, weil kaum getestet wird. Besonders gefährdet ist die Bevölkerung hier im Regenwald. Viele Indigene kommen zurück aus den Städten wo es jetzt keine Arbeit mehr gibt und bringen das Virus in entlegenste Gebiete, in Gemeinden weit ab von Krankenhäusern oder medizinische Hilfe.

Im Moment verteilen wir Wochen-Esspakete an selektiv ausgewählte Familien. Allen können wir nicht helfen, doch mindestens so, an einigen Orten die gröbste Not lindern.
Uns ist bewusst, dass dies nicht der Aufgabe von SABER Y CRECER entspricht und dass wir Spenden verwenden die eigentlich für Schulungszwecke bestimmt waren.
Ich denke es ist im Sinne aller Spender, dass diese Not im Moment Vorrang hat.

Pakete in dieser Art werden an Familien abgegeben (Wert ca USD 25.-)
Je nach Bedürfnis wird die Einkaufsliste angepasst, aber immer im Rahmen dieses Budgets.
2 kg Reis
1 kg Hafer
1 Liter Speiseöl
1 kg Zucker
2 Pakete Teigwaren
2 Pakete Bohnen
4 Dosen Tunfisch
250 g Sal Salz
1 Hühnchen
verschiedenes frisches Gemüse

Einige Familien ein solches Packet erhalten und wir werden bei Bedarf jede Woche ein weiteres Packet nachreichen. Weitere Familien werden abgeklärt.


Woche 6 auf der Finca

Becky agiert als Managerin und behält Überblick bei allen Arbeiten.


Der Zement ist angekommen, zusammen mit weiteren Baumaterialien und auch ein neues Team von Arbeitern. Unser neues Ziel ist es, das Haus zumindest auf einen bequemen, sicheren Grundstand zu bringen. Und dies bis Ende Mai. Den im Moment ist das Haus komplett offen und ungesichert. Die Haupteingangtür fehlt, der Garten ist uneingezäunt und all dies in diesen unsicheren Zeiten ist eher unangehem. Ich auf jeden Fall schlafe nicht sehr gut, obwohl wir Hunde vor Ort haben. Jedes kleinste ungewohnte Geräusch lässt mich aufwachen.
Wie gesagt. Ein tüchtiges Team lässt die Arbeiten rasch voranschreiten.
Um Zeit zu gewinnen schlafen die meisten Mitarbeiter auf der Finca in der Bodega.
Letzte Woche wollte ich eigentlich wie gewohnt für eine Nacht nach Tena um Einkäufe zu tätigen und meine administrativen Arbeiten zu erledigen. Aber es war absolut kein Transport auffindbar. Das zermürbt. Das Gemisch von dieser doch schwierigen Zeit und zusätzlich von Unzuverlässigkeit nervt.

Zur Zeit sind wir zu fünft auf der Finca. Täglich nehmen wir uns 2 Stunden um English und Mathematik zu üben. Arbeiten im Garten, Wegbau und Bachregulierungen nehmen einen weiteren Teil der Zeit in Anspruch. Und natürlich finden wir auch Zeit um die Hunde zu spazieren, zum Kochen und abends zum Kartenspielen.

Die Lage spitzt sich zu

Nach wie vor gibt es viel zu tun aber das Ende ist absehbar.


Es war nun die vierte Woche draussen auf der Baustelle. Immer weniger haben wir Lust auf unseren 2 tägigen Trip nach Tena um einzukaufen und um administrative Arbeiten zu erledigen. Die Stimmung in Tena wirkt jedes mal auch angespannter und ungemütlicher. Leute sind nervös und veränagstigt. Die Ausganssperre setzt langsam zu.
Die hat die Kriminalität extrem zugenommen. Auch bei uns draussen im Wald wurde eingebrochen. Gestohlen wurden aber nur Esswaren. Es zeigt mir das Leute kein Geld mehr haben um sich mit dem nötigsten einzudecken. Und das ist bedenklich.
Die Baustelle geht nur sehr langsam voran. Doch trotz allem hoffen wir das das Haus inklusive Umgebung bis Ende Mai fertiggestellt werden kann. Eine grosse Lieferung Zement ist auf jedem Fall unterwegs.
Wünsche allen gute Gesundheit und das dieses Virus uns bald verlässt.

Woche 3 auf der Baustelle

Langsam aber sicher schreiten die Arbeiten voran.

Der Staub und Dreck machen schon zu schaffen. Aber hier draussen ist mir um einiges wohler als in Tena selber.
In der Zwischenzeit haben wir, zwar immer noch provisorisch eingerichtet, Strom und Wasser im Haus. Das erleichter doch schon viel.
Nächste Woche wird eine Bestandesaufnahme gemacht und evaluiert was wir mit den vorhandenen Materialien noch alles erledigen können. Denn Nachlieferungen von neuen, wichtigen Baumaterialien ist immer noch nicht möglich.
Ziel ist es, mit den Materialien und Arbeitern die wir haben, so viel wie Möglich noch zu erledigen, und dann die Baustelle bis auf weiteres einzustellen. Ich hoffe, dass es genug sein wird um einigermassen bequem und sicher da wohnen zu können.
Das Haus in diesem Zustand einfach zu verlassen geht nicht, weil dadurch zu viel, bereits gemachtes, kaputt gehen würde.
Trotz allem bin ich sehr zuversichtlich. Ich hoffe dass sich diese Krise bald etwas legen wird, sodass wir mit dem Studentenprojekt weiterfahren können.
Rechne mit dem Schlimmsten und hoffe auf das Beste.

Arbeiten auf der Finca

Die Arbeiten auf der Finca schreiten voran.


Die Bauarbeiten sind wieder im Gange. Viele Mitarbeiter sind zurückgekehrt. Die meisten, weil sie einfach wieder ein Einkommen brauchen. Auf dem Grundstück haben wir daher eine Baubaracke erstellen lassen. Hier schlafen 3-6 Personen. Somit können die Ausgangsperre und die generellen Einschränkungen umgangen werden, und ungehindert weitergearbeitet werden. Denn nun müssen die Mitarbeiter nicht täglich anreisen.
Mein Ziel ist es das Haus so schnell wie möglich fertig zu stellen. Denn ein leeres, vorallem halbfertiges Haus draussen im Jungel zerfällt sehr schnell. Die Natur rundum ist sehr stark und nimmt sich schnell zurück was menschengemacht ist.
Auf der Baustelle kann ich nicht mithelfen, dafür bei den Umgebungsarbeiten. Letzte Woche habe ich zusammen mit den beiden Studenten eine sogenannte Chacra angelegt.

(CHACRA: Bedeutet Obstgarten oder Farm in den Amazonasgemeinden)
Chacra ist nicht nur einfach einGarten, Es ist ein Ort wo Symbolik, Spiritualität und Ritual zusammenwachsen und sich entwickeln. Der Garten bildet die zentrale Dimension der indigenen Familien. Bei einer Heirat bringt die Braut das Chacra in die Ehe. Denn es ist die Basis um eine Familie ernähren zu können. Dadurch werden Autarkie und Autonomie geschaffen, die historisch grundlegende Werte der indigenen amazonischen Gesellschaften sind.
Das Chacra ist eine nachhaltige Lebensachse für indigene Gesellschaften. Es ist wie ein Mikroterritorium. Gepflanzt werden Nahrungsmittel, Heilpflanzen und handwerkliche Utensilien, dies alles nachhaltig und im Einklang mit dem Regenwald.

Leben auf der Baustelle

Auch die Hunde versuchen beim Bau mitzuhelfen.

Es sind nun 10 Tage seit wir draussen auf der Baustelle wohnen. Das heisst, ich und die beiden Studenten Byron und Vicente.
Staubig und einfach, aber umgeben von berauschender Natur, Duschen draussen im Wald unter einem Wasserschlauch und das bei hier ungewohnten frischen Temperaturen ist gar nicht unangenehm. Abgewaschen wird draussen am gleichen Ort wo geduscht wird, und das Nachts unter einem makellosen Sternenhimmel. Das lässt alle Mühen vergessen. Das WC ist der Wald draussen, inklusive gratis Blätter-Tolettenpapier :-). ( Wir haben noch 6 Rollen zu verschenken)
Trotz Einschränkungen arbeiten die Handwerker täglich von 7:00 bis 13:00. Dann geht es für sie ab nach hause, da die Ausgangssperre ja um 14:00 beginnt. Einigen der Bauarbeiter nehmen einen Arbeitsweg zu Fuss bis zu einer Stunde in kauf. Herzlichen Dank
Hier draussen im Wald geht das Leben ziemlich unverändert weiter. Von all dem Coronaszeug ist fast nichts zu spüren. Zusammen mit den beiden Studenten wird Englisch geübt, Karten gespielt, mit den Hunden spaziert und Umgebungsarbeiten erledigt.
Nur wenn wir unsere wöchentliche zweistündige Stadt-Tena-Wanderung auf uns nehmen, spüren wir den Stress und die Spannung. Die Schlangen vor den Esswarenläden werden immer länger und strenger kontrolliert. Das gibt schon ein ungutes Gefühl. Alle mit Maske und Handschuhen ausgerüstet, das kreiiert schon eine komische Stimmung. Inzwischen gibt es 6 ofizielle Fälle hier im Kanton Napo.
Wir warten es ab. Mein Focus ist an der Fertigstellung des Hauses und dann hoffentlich die Weiterführung des Projektes.
Gute Gesundheit an alle.

Flucht in den Wald

Zwischen Baumaterialien, Baumaschinen und viel Staub gibt es auch ein Leben 🙂


Die Lage spitzt sich auch hier mehr und mehr zu. Bis vor einer Wochen waren wir hier noch verschont von all dem Corona-Zauber. Jedoch gibt es scheinbar viele Leute die illegal nach Napo kommen. Zu Fuss oder in Lieferwagen lassen sie sich einschmuggeln. Und nun seit ca. einer Woche haben wir auch 2 Fälle von Positiv getesteten Personen.
Die Stimmung und Spannung hier nimmt merklich zu. Die meisten wissen, wenn die Pandemie hier ausbricht ist der Staat kaum gerüstet.
Der Staat setzt auf strengste Prävention, D.h.
– Komplette Ausgangssperre von 14:00 bis 5:00 morgens.
– Alle öffentlichen Transporte sind stillgelegt.
– Autofahrten sind nur einmal pro Woche möglich. Die Endziffern des Nummernschildes definiert wer wann fahren darf.
– Samstag und Sonntag ist absolutes Fahrverbot.
– Esswaren-Geschäfte und Apotheken sind die einzigen offenen Lokale und diese dürfen nur mit Maske und Handschuhen betreten werden. Es darf nur 2 x pro Woche eingekauft werden. (Endzahl im Ausweis definiert wann genau)
Seit einer Woche wohnen wir draussen auf der Finca in dem halbfertigen Haus.
Improvisieren ist angesagt. Es gibt zwar Wasser und Strom und ein Zimmer im Haus können wir benutzen. Aber WC, Duschen, Telefon und Internet stehen nicht zur Verfügung.
Nichts desto trotz. Ich fühle mich viel wohler hier draussen. Täglicher Auslauf mit den Hunden, das Grundstück weiter entdecken, ausführen von Umgebungsarbeiten, all dass hält mich auf trab und gibt mir Ruhe.
Einmal die Woche wandern wir nach Tena (eine Stunde Marsch) um alle Einkaufe zu erledigen. Dass heisst früh am morgen aufstehen, Abmarsch, einkaufen und wieder zurück vor 14:00. Wenn wir Glück haben nimmt uns ein Fahrzeug mit.
Glück ist wenn man mit dem zufrieden ist, das man hat.
Bleibt gesund.

Stillstand – Bedenkzeit

Aktueller Stand des Haus Baus. 21.03.2020

Die weltweite Pandemie hinterlässt auch hier seine Spuren. Obwohl der Kanton Tena, Ecuador, noch nicht direkt betroffen ist, sind bei uns strengste Regeln ausgerufen worden. Keine Öffentlichen Verkehrsmittel, alle Läden, bis auf Essware und Apotheken, sind geschlossen, inkl Restaurants. Empfehlung ist es zuhause zu bleiben. Ausgangsperre herrscht von 19:00 bis 7:00 morgens. Alle öffentlichen Plätze, Touristenattraktionen sind geschlossen. Autosfahren ist durch Nummernschilder limitiert; Tage mit ungeraden Zahlen, Tage mit geraden Zahlen.
Hier im Regenwald werden diese Massnahmen sehr gut eingehalten. Zum Glück.
Keine Hamsterkäufe, keine Zankereien.
Der Hausbau ist natürlich deswegen in Verzögerung geraten. Glücklicherweise hat der Bauführer Vicente, genügend Material vorab eingekauft. Somit kann im reduzierten Tempo trotzdem weiter gearbeitet werden.


Auch hat es Nachwuchs gegeben in der Familie von SABER Y CRECER. 2 Puppie-Hunde, Vaco, ein Rüde und Becky, ein Weibchen, konnten heute zum ersten Mal ihr neues Heim beschnuppern. Es scheint zu gefallen.

Ich wünsche allen viel Optimissmus und Kraft.
Nehmen wir diese Pandemie als eine Herausforderung an.
Ich denke sie zwingt uns einmal vom hohen Pferd runter zu steigen, unser Leben mal genau anzuschauen, was wir tun und wie wir es tun, und gibt uns die Chance, unser Verhalten neu zu überdenken.

Die einheimische Bevölkerung hier draussen, spürt von all dem sehr wenig bis nichts. Für sie verändert sich kaum was.