Stillstand – Bedenkzeit

Aktueller Stand des Haus Baus. 21.03.2020

Die weltweite Pandemie hinterlässt auch hier seine Spuren. Obwohl der Kanton Tena, Ecuador, noch nicht direkt betroffen ist, sind bei uns strengste Regeln ausgerufen worden. Keine Öffentlichen Verkehrsmittel, alle Läden, bis auf Essware und Apotheken, sind geschlossen, inkl Restaurants. Empfehlung ist es zuhause zu bleiben. Ausgangsperre herrscht von 19:00 bis 7:00 morgens. Alle öffentlichen Plätze, Touristenattraktionen sind geschlossen. Autosfahren ist durch Nummernschilder limitiert; Tage mit ungeraden Zahlen, Tage mit geraden Zahlen.
Hier im Regenwald werden diese Massnahmen sehr gut eingehalten. Zum Glück.
Keine Hamsterkäufe, keine Zankereien.
Der Hausbau ist natürlich deswegen in Verzögerung geraten. Glücklicherweise hat der Bauführer Vicente, genügend Material vorab eingekauft. Somit kann im reduzierten Tempo trotzdem weiter gearbeitet werden.


Auch hat es Nachwuchs gegeben in der Familie von SABER Y CRECER. 2 Puppie-Hunde, Vaco, ein Rüde und Becky, ein Weibchen, konnten heute zum ersten Mal ihr neues Heim beschnuppern. Es scheint zu gefallen.

Ich wünsche allen viel Optimissmus und Kraft.
Nehmen wir diese Pandemie als eine Herausforderung an.
Ich denke sie zwingt uns einmal vom hohen Pferd runter zu steigen, unser Leben mal genau anzuschauen, was wir tun und wie wir es tun, und gibt uns die Chance, unser Verhalten neu zu überdenken.

Die einheimische Bevölkerung hier draussen, spürt von all dem sehr wenig bis nichts. Für sie verändert sich kaum was.

Hausbau – Tour auf dem Grundstück

Während die Bauarbeiten auf Hochtouren laufen, wird auch rund um das Haus und auf dem gesamten Grundstück gearbeitet.
Erstmal wird aufgeforstet, da wo durch den Bau Bäume gefällt werden mussten. Es werden nur native Pflanzen erwogen, hauptsächlich Pflanzen die rar sind und Nutzpflanzen für Wildtiere und Inseketen in der Umgebung.
Auch haben wir begonnen ein Netzwerk für Waldlehrpfade zu erstellen.
Diese Streifzüge durch den Wald sind jedesmal abenteuerlich und bringen immer wieder neue Überraschungen mit sich, Höhlen, rare Pflanzen, Insekten und Vögel, Spuren von Wildtieren, etc.
Unser höchstes Ziel ist es die Natur rund um das Haus so unberührt wie möglich zu belassen.
Den sowas perfektes und harmonisches kann nur die Natur selber machen.

Erschliessung und Hausbau Februar 02

Teil des Arbeitsteams. Insgesammt arbeiten zur Zeit 15 Personen

Es ist erstaunlich zu sehen wie schnell die Arbeiten voranschreiten. Wie versprochen wurde letztes Wochenende das Dach montierte. Das heisst auch, dass nun schon zum Teil mit dem Innenausbau begonnen werden kann. Die Fliesen, Armaturen, Küche und Holztypen für Böden und Wände sind ausgesucht und bestellt und zum Teil schon angeliefert.
Leider gibt es Probleme in der Umgebung die zum Glück den Hausbau nicht beeinträchtigen.
Unsere Grenzmarkierungen werden kaputt gemacht und es gibt Anzeichen, dass diverse Bäume auf meinem Grundstück, markiert wurden. Markiert, um zu einem günstigen Zeitpunkt diese zu fällen und abtransportieren. Sowas ist hier in Ecuador höchst illegal, doch der Anreiz einen solchen Baum zu fällen und für gutes Geld zu verkaufen ist gross, und so ist auch die Nachfrage.
Ab sofort habe ich ein Team eingestellt, welches täglich mindestens einmal die Grenzen abläuft und eventuelle Problematiken sofort meldet.

Erschliessung und Hausbau FEBRUAR

Letzter Stock (4 OG) Vorbereitung für die Dachstuhlarbeiten

Der Bau des Hauses hat heute Samstag einen Höhepunkt erreicht, im wahrsten Sinne des Wortes.
Der höchste Punkt des Dachstockes wurde erreicht. (Aufrichte)
Der letzte Stock, eigentlich ein 4ter Stock, bildet ein Raum von 5,5 m x 3,0 m, der Wasserturm. Hier werden 2500 liter Wasser als reserve gefiltert und gespeichert. Das Trinkwasser aus der Umgebung ist eigentlich gutes Wasser, vorsichtshalber jedoch werden noch zusätzliche Filter montiert um eine einwandfreie Qualität des Wassers im Haus zu garantieren.
Wir hoffen bis morgen Sonntag das gesamte Dach decken zu können, um somit die Konstruktion gegen den Regen zu schützen. Denn der oft starke Regen hat uns immer wieder vor Herausforderungen gestellt.
Wir sind und bleiben im Zeitplan und freuen uns im April das neue Gebäude beziehen zu können.

Englishkurs für Vicente

Gemeinsames Unterschreiben der Verträge zur Unterstützung für den Englishkurs A1

Obwohl sich das Projekt momentan auf den Bau des Studentenhauses fokusiert, haben wir uns entschieden, Vicente für einen Kurs Englisch A1 zu unterstützen.
Vicente hat schon zusammen mit SABER Y CRECER den Kurs als lokaler Touristen Guide abgeschlossen. Der zusätzliche Englischkurs A1 wird Vicente, zusammen mit seinem Touristen Guide Kurs, eine gute Grundlage bieten, eines Tages ein selbständiges Einkommen zu generieren.
Der Volontär Peter, der das Projekt einen Monat lang begleitet hat und uns eine riesen Hilfe war, hat sich kurzfristig entschieden, den Kurs von Vicente zu finanzieren. Herzlichen Dank.
Vicente wird den 5 monatigen Englischkurs ende Juni abschliessen.

Erschliessung Hausbau JANUAR 2

Ein hoch motiviertes Team lässt die Arbeiten schnell voranschreiten.

Täglich erwarten uns neue Herausforderungen. Pläne habe ich zwar für das Haus erstellt, aber immer wieder fordern uns neue Überraschungen heraus. Hier wird viel spontaner gebaut als was wir uns in der Schweiz gewohnt sind. Das mag flexibel tönen ist aber auch sehr herausfordernd.
Diese letzte Woche wurden die Betonierarbeiten abgeschlossen und die nächste Woche sollte mit den Holzarbeiten angefangen werden. Teil des Holzes liegt schon bereit auf der Baustelle.
Es ist eine sehr strenge Zeit für mich, doch ein hoch motiviertes profesionelles Team und ein Traum der nun wirklich am wahr werden ist, geben täglich neue Energie.

Erschliessung und Hausbau JANUAR

Ein Team von 12 Personen geben vollen Einsatz

Eigentlicher und ofizieller Anfang der Bauarbeiten für den Hauptsitz von SABER Y CRECER war der November 2019. Für den Verein ein grosser Schritt. Ziel ist es bis April 2020 die ganze Infrastruktur zu erstellen. Wenn das steht, können endlich, exakt auf den Schulanfang im September 2020, die Kernarbeiten von SABER Y CRECER vollumfänglich aufgenommen werden. (zur Zeit werden momentan nur 2 Studenten unterstützt)
Das erste Haus bietet uns dann Platz für 6 Studenten und 3 Volontäre.
Die Gebäulichkeiten sind so konzipiert, dass die Kapazität jederzeit erweitert werden kann.
Bis dahin stehen noch viele Arbeiten an. Ein excellentes Team von Bauarbeitern treiben den Bau des Haupthauses aber auch der Zugangsstrasse sehr schnell voran.
Während draussen gemauert und gebaggert wird werden hier im Hause, zusammen mit den Volontären, die Detailplanung gemacht.
Alle geben wollen Einsatz und es ist eine Freude zu sehen wie das ganze Projekt wächst.

Semesterabschluss für 2 Studenten

Abschluss des ersten Semester für Tourist-Guide. Chrisitan und Nixon. Felicitaciones.


Zwei von unserer Studenten konnten mitte Oktober ein weiteres Semester zur Ausbildung als Tourist-Guide erfolgreich im Instituto Superior Tecnologico Tena abschliessen.
Die beiden Studenten wurden durch SABER Y CRECER unterstützt und begleitet.
Die Unterstützung beinhaltete: Unterkunft, Essen, sowie schulische Begleitung, Kostenanteile an Transport und Schulmaterial.
Wir danken den Paten, Rahel und Peter, die die finanzielle Unterstützung gewährleisteten, aber auch den Volontären sowie auch den Studenten für ihren geleisteten Einsatz.

Zusammenarbeit mit den Behörden

Gruppenbild mit dem Prefekten Dr. Chávez und Team

Trotz internen Problemen in der Stiftung und trotz Generalstreik, die Arbeiten gehen weiter. Stand der Arbeiten ist nach wie vor im Verzug, aber wir schauen nur voraus.
Oberste Priorität hat immer noch die Zugangstrasse. Eine Strasse von 150 m die gebaut werden muss um den Zugang zum Grundstück zu gewähren.
Zwar hat der Kanton uns signalisiert, dass sie beim Strassenbau ihr Maschienen und Baupersonal zur Verfürgung stellen. Jedoch passiert nichts. Vertröstungen und Ausreden lassen Zweifel aufkommen ob wir doch nicht lieber auf diese Hilfe verzichten sollen.
Jedoch hat sich letzte Woche ein guter Kontakt ergeben. Leute aus der aktuellen Regierung die von unserem Projekt begeistert sind haben uns folgende Termine organisiert: Am Mittwoch konnte ich die Stiftung dem Stadpräsident vorstellen und unser Anliegen betreffend Strassenbau unterbreiten. Und heute Sonntag konnte ich beim Prefekten des Kanton Napo vorsprechen und das Projekt persönlich präsentieren.
Ergebnisse dieser Gespräche: Bestätigung das unser Projekt sehr begrüsst wird und unser Tun von den Behörden Unterstützung wird.
Wir hoffen dadurch auch das nun endlich mit dem Strassenbau begonnen werden kann.
Herzlichen Dank an die Behörden

Gespräche mit den Behörden in der Prefektura Provincial

Abschlussfeier für unsere Kochlehrlinge

Ein Jahr mit vollem Einsatz hat sich gelohnt.
Erika Chimbo und Romel Calapucha konnten Dank der Unterstützung von 2 grosszügigen Paten aus der Schweiz, ihre einjährige Ausbildung als Kochlehrlinge erfolgreich abschliessen.
Mit einer ofiziellen Abschlussfeier in der Schule und einen fröhlichen Fest mit Familie und Freunden, wurde dieser geglückte Erfolg gefeiert.
Erika und Romel haben mit einer excellenten Note, weit über 8, abgeschlossen.
(Notenskala 1 schlecht – 10 ausgezeichnet)
Beide haben somit eine gute Basis, in den nächsten Monaten eine gute Arbeitsstelle zu finden und somit die Möglichkeit, sich und ihre Familien mit einem guten Einkommen zu versorgen.
Herzliche Gratulation an die beiden Studenten, Erika und Romel.
Herzlichen Dank an die Paten.

Vorbereitungen für den Strassenbau

Dank einer geschickte Linienführung der Strasse, mussten nur kleine Bäume aus dem Sekundärwald gerodet werden.

Am letzten Samstag war wieder eine Minga auf dem Grundstück angesagt.
Das Wetter war kritisch. Schon seit mehreren Tagen regnet es sehr viel und die Temperaturen für hier sind sehr tief. Doch am Samstag hatten wir Glück. 
Verschiedene Familien von unseren aktiv betreuten Studenten haben sich für diese Minga gemeldet und natürlich unsere Volontäre.
Insgesamt 20 Personen haben mitgeholfen den Weg von 150 m, dicht bewaldetet und hügliges Gelände, zu roden und säubern. Mit 3 Motorsägen und vielen Macheten wurde der grösste Teil dieses Unterfangens in 7 Stunden erledigt.
Herzlichen Dank an alle.
Mit dieser erledigten Arbeit können nun endlich die Maschinen des Kantons kommen und uns das Strassenbeet erstellen. 
Denn mit dem Hausbau können wir wirklich erst beginnen wenn die Zugangstrasse gebaut ist.
Hoffen wir auf das Beste.

Ämter, Bewilligungen und Brürokratie

Bestandesaufnahme des Grundstückes mit den SENAGUA

Langsam aber sicher nimmt das Projekt Formen an. Wie auch in jedem anderen Land sind Landerwerb und Bau mit vielen Amtsgängen und Bewilligungen verbunden. Es ist in unserem Willen alles möglichst Korrekt zu erfüllen.
Der mühsame Teil hier ist de Zuverlässigkeit. Schlechte bis keine Auskünfte, verpasste Termine oder schlichtweg keine Lust anstehende Arbeiten zu erledigen von Seiten der Behörden, verlangsamen den Prozess und führen zu mühseligen, immer wiederkehrenden Besuchen auf den gleichen Amtsstellen.
Doch das Insistieren trägt Früchte. Nach mehreren Besuchen auf dem Amt für Gewässer (SENAGUA) konnten wir heuten einen Inspektor dazu bewegen uns auf das Grundstück zu begleiten und um eine Bestandesaufnahme der Gewässer zu machen. Dies ist nötig um den Bau der Zufahrtsstrasse und den Bau des ersten Gebäudes bewilligen zu lassen.