Erschliessung und Hausbau JANUAR

Ein Team von 12 Personen geben vollen Einsatz

Eigentlicher und ofizieller Anfang der Bauarbeiten für den Hauptsitz von SABER Y CRECER war der November 2019. Für den Verein ein grosser Schritt. Ziel ist es bis April 2020 die ganze Infrastruktur zu erstellen. Wenn das steht, können endlich, exakt auf den Schulanfang im September 2020, die Kernarbeiten von SABER Y CRECER vollumfänglich aufgenommen werden. (zur Zeit werden momentan nur 2 Studenten unterstützt)
Das erste Haus bietet uns dann Platz für 6 Studenten und 3 Volontäre.
Die Gebäulichkeiten sind so konzipiert, dass die Kapazität jederzeit erweitert werden kann.
Bis dahin stehen noch viele Arbeiten an. Ein excellentes Team von Bauarbeitern treiben den Bau des Haupthauses aber auch der Zugangsstrasse sehr schnell voran.
Während draussen gemauert und gebaggert wird werden hier im Hause, zusammen mit den Volontären, die Detailplanung gemacht.
Alle geben wollen Einsatz und es ist eine Freude zu sehen wie das ganze Projekt wächst.

Semesterabschluss für 2 Studenten

Abschluss des ersten Semester für Tourist-Guide. Chrisitan und Nixon. Felicitaciones.


Zwei von unserer Studenten konnten mitte Oktober ein weiteres Semester zur Ausbildung als Tourist-Guide erfolgreich im Instituto Superior Tecnologico Tena abschliessen.
Die beiden Studenten wurden durch SABER Y CRECER unterstützt und begleitet.
Die Unterstützung beinhaltete: Unterkunft, Essen, sowie schulische Begleitung, Kostenanteile an Transport und Schulmaterial.
Wir danken den Paten, Rahel und Peter, die die finanzielle Unterstützung gewährleisteten, aber auch den Volontären sowie auch den Studenten für ihren geleisteten Einsatz.

Zusammenarbeit mit den Behörden

Gruppenbild mit dem Prefekten Dr. Chávez und Team

Trotz internen Problemen in der Stiftung und trotz Generalstreik, die Arbeiten gehen weiter. Stand der Arbeiten ist nach wie vor im Verzug, aber wir schauen nur voraus.
Oberste Priorität hat immer noch die Zugangstrasse. Eine Strasse von 150 m die gebaut werden muss um den Zugang zum Grundstück zu gewähren.
Zwar hat der Kanton uns signalisiert, dass sie beim Strassenbau ihr Maschienen und Baupersonal zur Verfürgung stellen. Jedoch passiert nichts. Vertröstungen und Ausreden lassen Zweifel aufkommen ob wir doch nicht lieber auf diese Hilfe verzichten sollen.
Jedoch hat sich letzte Woche ein guter Kontakt ergeben. Leute aus der aktuellen Regierung die von unserem Projekt begeistert sind haben uns folgende Termine organisiert: Am Mittwoch konnte ich die Stiftung dem Stadpräsident vorstellen und unser Anliegen betreffend Strassenbau unterbreiten. Und heute Sonntag konnte ich beim Prefekten des Kanton Napo vorsprechen und das Projekt persönlich präsentieren.
Ergebnisse dieser Gespräche: Bestätigung das unser Projekt sehr begrüsst wird und unser Tun von den Behörden Unterstützung wird.
Wir hoffen dadurch auch das nun endlich mit dem Strassenbau begonnen werden kann.
Herzlichen Dank an die Behörden

Gespräche mit den Behörden in der Prefektura Provincial

Abschlussfeier für unsere Kochlehrlinge

Ein Jahr mit vollem Einsatz hat sich gelohnt.
Erika Chimbo und Romel Calapucha konnten Dank der Unterstützung von 2 grosszügigen Paten aus der Schweiz, ihre einjährige Ausbildung als Kochlehrlinge erfolgreich abschliessen.
Mit einer ofiziellen Abschlussfeier in der Schule und einen fröhlichen Fest mit Familie und Freunden, wurde dieser geglückte Erfolg gefeiert.
Erika und Romel haben mit einer excellenten Note, weit über 8, abgeschlossen.
(Notenskala 1 schlecht – 10 ausgezeichnet)
Beide haben somit eine gute Basis, in den nächsten Monaten eine gute Arbeitsstelle zu finden und somit die Möglichkeit, sich und ihre Familien mit einem guten Einkommen zu versorgen.
Herzliche Gratulation an die beiden Studenten, Erika und Romel.
Herzlichen Dank an die Paten.

Vorbereitungen für den Strassenbau

Dank einer geschickte Linienführung der Strasse, mussten nur kleine Bäume aus dem Sekundärwald gerodet werden.

Am letzten Samstag war wieder eine Minga auf dem Grundstück angesagt.
Das Wetter war kritisch. Schon seit mehreren Tagen regnet es sehr viel und die Temperaturen für hier sind sehr tief. Doch am Samstag hatten wir Glück. 
Verschiedene Familien von unseren aktiv betreuten Studenten haben sich für diese Minga gemeldet und natürlich unsere Volontäre.
Insgesamt 20 Personen haben mitgeholfen den Weg von 150 m, dicht bewaldetet und hügliges Gelände, zu roden und säubern. Mit 3 Motorsägen und vielen Macheten wurde der grösste Teil dieses Unterfangens in 7 Stunden erledigt.
Herzlichen Dank an alle.
Mit dieser erledigten Arbeit können nun endlich die Maschinen des Kantons kommen und uns das Strassenbeet erstellen. 
Denn mit dem Hausbau können wir wirklich erst beginnen wenn die Zugangstrasse gebaut ist.
Hoffen wir auf das Beste.

Ämter, Bewilligungen und Brürokratie

Bestandesaufnahme des Grundstückes mit den SENAGUA

Langsam aber sicher nimmt das Projekt Formen an. Wie auch in jedem anderen Land sind Landerwerb und Bau mit vielen Amtsgängen und Bewilligungen verbunden. Es ist in unserem Willen alles möglichst Korrekt zu erfüllen.
Der mühsame Teil hier ist de Zuverlässigkeit. Schlechte bis keine Auskünfte, verpasste Termine oder schlichtweg keine Lust anstehende Arbeiten zu erledigen von Seiten der Behörden, verlangsamen den Prozess und führen zu mühseligen, immer wiederkehrenden Besuchen auf den gleichen Amtsstellen.
Doch das Insistieren trägt Früchte. Nach mehreren Besuchen auf dem Amt für Gewässer (SENAGUA) konnten wir heuten einen Inspektor dazu bewegen uns auf das Grundstück zu begleiten und um eine Bestandesaufnahme der Gewässer zu machen. Dies ist nötig um den Bau der Zufahrtsstrasse und den Bau des ersten Gebäudes bewilligen zu lassen.

Ein Nehmen und Geben

Alle unsere von uns betreuten Studenten werde finanziell unterstützt und schulisch sowie auch sozial betreut.

Jedem Student ist eine kleine Arbeit zugeteilt. Es geht nicht nur um Mitzuhelfen, sondern vorallem um Verantwortung zu übernehmen.
Vicente zum Beispiel wurde die Arbeit zugeteilt das Grundstück der Stiftung regelmässig zu kontrollieren und da kleine Reinigungsarbeiten auszuführen.
2 – 3 mal wöchentlich rapportiert Vicente über seine Arbeit.
Hauptprobleme auf dem Grundstück sind illegale Jäger und Abholzung.
Vicente macht eine tolle Arbeit.

Herzlichen Dank.

Zwischenprüfungen Kochlehrlinge

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Vorbereitungen für die Zwischenprüfungen. Lehrer José mit seinen Studenten.

Unsere beiden Kochlehrlinge in Ausbildung machen sich gut und arbeiten hart auf die Zwischenprüfungen hin die für die nächste Woche angesagt sind.
Der Lehrer, José Fray, rühmt den Einsatz von Romel und Erika.
Auch in unseren wöchentlichen Gesprächen zeigt sich, dass sich beide mit Begeisterung eingeben.
Ein Erfolg ist, dass beide für die Monat April bis Juni eine Praktikumsstelle gefunden haben, ein weiterer wichtiger Schritt in der Ausbildung zum Koch der traditionellen Küche.
Im Juli werden beide Kochlehrlinge die Ausbildung abschliessen. Hoffentlich mit Erfolg.

Nachholbedarf Grundbildung

Immer wieder beobachten wir das viele Jugendliche grosse Lücken in ihrer Grundbildung haben. Kaum Mathekenntnisse, kaum Sprachkenntnisse.
Die Problematik findet sich in der Grundschule. Schlecht ausgebildete Lehrer und Eltern die eigentlich nie eine Schulbildung genossen haben.
Aufgrund dessen haben wir ein kleines Projekt ins Leben gerufen.
Einmal wöchentlich besuchen wir die kleine Comunidad Puka Urku. Hier bieten wir jeden Mittwoch von 14:00 – 16:00 in einem uns zur verfügung gestellten Raum Nachhilfestunden in allen Fächern und Englischunterricht.
Unsere neue Voluntärin Julia wird dieses Projekt erstmal für das erste Semester übernehmen.
Jeden Mittwoch also geht es los: 40 min Busfahrt nach Misahuallí. Von dort Kanufahrt von 10 min. runtern den Río Napo nach Puka Urku.
Der Anklang der Comunity ist gross und der Einsatz wird sehr geschätzt.

 

Studentenbetreuung

Zur Zeit werden 4 Studenten von SABER Y CRECER aktiv betreut. Dies ist möglich dank den grosszügigen Spenden die wir in den letzten Wochen erhalten haben. Herzlichen Dank.
Wir verteilen nicht einfach Geld für die Ausbildung. Jeder Student hat seine Aufgaben und Verpflichtungen in der Stiftung.
Einmal wöchentlich gibt es eine Sitzung mit jedem Studenten. Diese beinhaltet:

– Gespräch über den aktuellen Stand in der Schule aber auch über das allgemeine Wohlbefinden. Somit können wir vorzeitig in akadmischer aber auch in sozialer Hinsicht unterstützen.
– Vorlegen der Ausgaben der jeweiligen Wochen

– Einmal monatlich wird vom Studenten für den Paten/Patin ein Mail verfasst  um über seine Fortschritte zu berichten.
– Arbeitszuteilung. Jeder Student muss sich in irgend einer Form in der Stiftung eingeben. Das heisse Verantwortung für eine Arbeit in der Stiftung zu übernehmen.
(Monatlichen Blog erstellen, Grundstückbewachnung, Vortrag, etc)

All dies ist auch ein Teil unserer administrative Aufwände. Mit einem gut organisierten System jedoch, versuchen wir diesen Aufwand möglichst klein und unkompliziert zu halten. Denn unser Ziel ist es mit möglichst wenig Resourcen möglichst vielen Personen eine gute Ausbildung zu ermöglichen.

 

Grundstein zum Projekt SYC

All die administrativen Arbeiten des Kaufs des Grundstückes sind endlich abgeschlossen. Nun geht es darum die Grenzen vorort genau zu bestimmen und abzustecken. Keine einfache Arbeit im dichten Regenwald und dazu noch auf sehr ungängigem Gelände.
Mit Mithilfe von lokalen Helfern und Voluntären kämpfen wir uns Meter um Meter, mit scharfen Machentten und hightech Navigationsgeräten ausgerüstet durch das Gelände.
In 4 Arbeitstagen haben wir fast die Hälfte des Geländes geschafft.
Es ist nicht nur harte Arbeit. Es ist auch faszinierden was wir alles auf dem Gelände entdecken. Bäche, Schluchten, Tiere, faszinierende Pflanzen.
Jedoch begegen wir leider auch unangenehme Sachen. Fallen für Wildtiere, aufgestellt von Wilderern und auch gefällte Bäume von Holzräubern. Dies sind alles illegale Sachen vor denen man sich leider nur schlecht schützen kann. Von den Behörden wurde mir empfohlen so schnell wie möglich einen Greinzzaun zu erreichten.
Also…. es steht noch viel an.

Grundstückkauf

Ja. Es ist soweit und für mich eines der grössten Weihnachtsgeschenke jeh. Gestern wurden mir die offiziellen Dokumente für den Kauf eines Grundstückes übergeben.
Der Weg dahin wollte ich hier textlich festhalten aber all die Herausforderungen, und manchmal schier unglaublichen Abläufe würden mehrere Seiten füllen.
Die Grundstücksuche in sich selber war eine Herausforderung. Aber der Kauf doppelte dies gleich noch mehrere Male auf.
Hier scheint eigentlich niemand genau zu wissen was der Kauf eines Grundstückes beinhaltet. Jeder Beamte weiss eigentlich nur was er für seinen Teil zu tun hat. Und niemand ausser ein Anwalt, kann dich durch den Prozess eines Landkaufes begleiten. Jeder Amtsgang ist mit einer Gebühr von USD 2.- (Gültig für 30 Tage) zu registrieren. Falls der betreffende Beamte keine Lust zum Arbeiten hat oder seine Arbeit nicht erledigt, verfällt diese Registrierung und man muss von vorne anfangen.
Jeder Amtsgang braucht eine fülle von Papieren die eingefordert werden aber niemand jeh schaut sie an.

Beispiel.
Nachdem der Kauf, mit Umfang von mehreren Seiten von Kopien von Vorbesitzer und Käufer, Plänen und Vertragsdokumenten endlich zusammengestellt, und Notarisiert ist, muss er von der Gemeinde bewilligt werden. Das ist auch gut so. Jedoch der Ablauf …
Gemeindehaus in Tena. Erster Stock. Fenster 1.
„Guten Tag. Hier meine Dokumente für meinen Landkauf“.
„Herzlichen Dank“ Die Papiere werden nachdem sie schon vorher auf Vollständigkeit geprüft wurden, nochmals genau durchgeschaut. „Es ist alles OK“ war die Antwort. Erleichterung.
Die Dame fordert nun eine Kopie meines Ausweises. Ich weise sie darauf hin, das eine Kopie meines Ausweises im Dokument enthalten ist.
Nein, war die Antwort. Ich brauche eine neue Kopie.
Ich gehe raus und lass mir in einem Geschäft um die Ecke eine Kopie erstellen. Komm zurück und stehe nochmals in der Warteschlange an.
Endlich. „Ah…wunderbar“ Die Dame nimmt die Kopie entgegen und wirft diese in einen Papierkorb. „Wir bitten sie nun am Fenster 2 den Betrag von USD 200.- einzubezahlen.
OK. Ich warte in der Warteschlange von Fenster 2. (Dieses Fenster ist 2 Meter vom Fenster 1 entfernt) Ich warte geduldig und respektiere die hiesigen Abläufe. Ordnung muss sein.
„Herzlichen Dank was kann ich für sie tun?“ Ich möchte die  USD 200.- bezahlten für die Registrierung meines Landkaufes.
Sehr gerne. Ich brauche nur noch eine Kopie ihres Ausweises.
Wie bitte? Fragen sie ihre Kollegin neben an. Die hat soeben meine Kopie weggeworfen.
Nein kann ich nicht. Ich kann ihr Geld nur entgegen nehmen mit einer Kopie ihres Ausweises.
Mit rotem Kopf lass ich mir um die Ecke 5 weitere Kopien erstelle. Man weiss ja nie.
Diesmal stehe ich nichtmehr an der Warteschlange an und dränge mich einfach vor.
„Hier meine Kopie meines Ausweises.“ „Wunderbar. Herzlichen Dank. Sie legt meine Kopie auf einen Stapel von Papieren und nimmt mein Geld entgegen. Dann stellt sie mir eine Quittung aus mit dem Vermerk, dass ich eine Kopie der Quittung am Fenster 1 abgeben muss.
Ich lass mir um die Ecke eine Kopie der Quittung erstellen und warte am Fenster 1.
„Herzlichen Dank für die Quittung. Bitte füllen sie noch dieses Formular aus mit euren persönlichen Angaben.“ Ich mache darauf aufmerksam, dass sie schon eine Kopie meines Ausweises hat die sie weggeworfen hat und einen Stapel von Dokumenten mit meinem Namen und persönlichen Informationen.
Das tut nichts zur Sache. Ich brauche diesen Zettel mit ihrem Namen und Ausweisnummer ausgefüllt, sonst kann ich eure Dokumente nicht bearbeiten.
Ich suddle das Formular voll mit meinen Angaben und reiche es ein.
Toll. Was solls. Klappt doch.
Meine Nerven werden in diesem Land aufs äusserste getestet.

Dies ist nur eine von vielen Geschichten die mir durch den Landkauf begleitet haben.
Schrecklich, unvorstellbar, manchmal fast unglaublich, aber ich habe es geschafft. Dies nur dank der Hilfe von vielen Kollegen und Freunden.