Die Arbeiten gehen weiter

Volontär im Einsatz

Leider hat uns das Wetter immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Arbeiten für den Grenzzaun haben sich dadurch verzögert. Punkt 06:00 Uhr Morgens fing es für zwei bis drei Stunden an zu regnen, danach war der Boden so matschig, dass die Arbeiten unmöglich waren.
Wir haben die Zeit trotzdem produktiv nützen können. Die Hälfte der 350 Holzpfosten sind bereit und die zehn Betonpfosten warten ebenfalls auf ihren Einsatz.
Der Tag begann wieder um 07:00 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück, danach hiess es ab auf das Grundstück. Zuerst musste die Grenze mit der Machete gereinigt und abgesteckt werden, danach konnten wir die Löcher für die Pfosten machen. Nach 5 Stunden Arbeit waren die ersten 20 Löcher geschafft und wir auch. Wir hoffen auf gutes Wetter, damit wir am Dienstag mit den Arbeiten weiter machen können.

Abschlussfeier für unsere Kochlehrlinge

Ein Jahr mit vollem Einsatz hat sich gelohnt.
Erika Chimbo und Romel Calapucha konnten Dank der Unterstützung von 2 grosszügigen Paten aus der Schweiz, ihre einjährige Ausbildung als Kochlehrlinge erfolgreich abschliessen.
Mit einer ofiziellen Abschlussfeier in der Schule und einen fröhlichen Fest mit Familie und Freunden, wurde dieser geglückte Erfolg gefeiert.
Erika und Romel haben mit einer excellenten Note, weit über 8, abgeschlossen.
(Notenskala 1 schlecht – 10 ausgezeichnet)
Beide haben somit eine gute Basis, in den nächsten Monaten eine gute Arbeitsstelle zu finden und somit die Möglichkeit, sich und ihre Familien mit einem guten Einkommen zu versorgen.
Herzliche Gratulation an die beiden Studenten, Erika und Romel.
Herzlichen Dank an die Paten.

Vorbereitungen für den Strassenbau

Dank einer geschickte Linienführung der Strasse, mussten nur kleine Bäume aus dem Sekundärwald gerodet werden.

Am letzten Samstag war wieder eine Minga auf dem Grundstück angesagt.
Das Wetter war kritisch. Schon seit mehreren Tagen regnet es sehr viel und die Temperaturen für hier sind sehr tief. Doch am Samstag hatten wir Glück. 
Verschiedene Familien von unseren aktiv betreuten Studenten haben sich für diese Minga gemeldet und natürlich unsere Volontäre.
Insgesamt 20 Personen haben mitgeholfen den Weg von 150 m, dicht bewaldetet und hügliges Gelände, zu roden und säubern. Mit 3 Motorsägen und vielen Macheten wurde der grösste Teil dieses Unterfangens in 7 Stunden erledigt.
Herzlichen Dank an alle.
Mit dieser erledigten Arbeit können nun endlich die Maschinen des Kantons kommen und uns das Strassenbeet erstellen. 
Denn mit dem Hausbau können wir wirklich erst beginnen wenn die Zugangstrasse gebaut ist.
Hoffen wir auf das Beste.

Über den Wolken

Schaukel Indi Churry in Puyo

Wie bereits erwähnt ist es Saber y Crecer wichtig die Studenten nicht nur schulisch zu fördern und fordern, sondern auch eine Brücke zwischen den Kulturen zu bauen, dazu gehört es auch Wochenendausflüge zu organisieren. Mit den Volontären und den Studenten ging es ab nach Puyo. Dort gibt es die spektakuläre Schaukel Indi Churry. Schaukel ist etwas übertrieben, ein Baum, ein Ast, daran ist ein Seil befestigt und an diesem Seil ein Holzstück, auf welchem man platznehmen kann. Adrenalinfaktor sehr hoch und Spass garantiert. Keine Angst die Sicherheit kommt nicht zu kurz, ein Seil um die Lende mit einem Karabiner ist vorhanden und natürlich die Hinweise vom Instruktor vor Ort. Danach ging es weiter nach Hola Vida, ein Wasserfall ebenfalls in der Nähe von Puyo. Ein wunderschöner Pfad führt dem Fluss entlang zum Wasserfall, wenn man möchte und es nich zu viel Wasser hat, kann ein Bad unter dem Wasserfall genommen werden.

 

Ämter, Bewilligungen und Brürokratie

Bestandesaufnahme des Grundstückes mit den SENAGUA

Langsam aber sicher nimmt das Projekt Formen an. Wie auch in jedem anderen Land sind Landerwerb und Bau mit vielen Amtsgängen und Bewilligungen verbunden. Es ist in unserem Willen alles möglichst Korrekt zu erfüllen.
Der mühsame Teil hier ist de Zuverlässigkeit. Schlechte bis keine Auskünfte, verpasste Termine oder schlichtweg keine Lust anstehende Arbeiten zu erledigen von Seiten der Behörden, verlangsamen den Prozess und führen zu mühseligen, immer wiederkehrenden Besuchen auf den gleichen Amtsstellen.
Doch das Insistieren trägt Früchte. Nach mehreren Besuchen auf dem Amt für Gewässer (SENAGUA) konnten wir heuten einen Inspektor dazu bewegen uns auf das Grundstück zu begleiten und um eine Bestandesaufnahme der Gewässer zu machen. Dies ist nötig um den Bau der Zufahrtsstrasse und den Bau des ersten Gebäudes bewilligen zu lassen.

Erste Profile sind gestellt

Volontär und Student stecken das erste Haus ab.

Theorie trifft auf Praxis und das im Urwald. Die Parzelle wo das Haus entstehen soll wurde vor einigen Wochen gesäubert, das Holz kleingeschnitten und zum trocknen aufgestapelt. Das Bild vom Haus und wo es genau gebaut werden soll war in unseren Köpfen –  jedoch sah das Grundstück nach der Säuberung ganz anders aus. Kurzerhand mussten die Pläne über Bord geworfen werden und eine neue Idee wurde kreiert. Zuerst in der Theorie zu hause am Esstisch mit Studenten, Volontären und Einheimischen und danach folgte die Umsetzung auf dem Grundstück. Ja die Profile sind nun erstellt, die Abschnitte abgesteckt, die Pläne müssen noch zu Papier gebracht werden und dann kann es losgehen. Theoretisch. Die Behördengänge nehmen mehr Zeit in Anspruch als gedacht und da soeben ein neuer Bürgermeister gewählt wurde zieht sich alles in die Länge. Ausdauer ist gefragt, aber wir geben nicht auf und sind zuversichtlich. 

Spatenstich

Um 05:30 Uhr klingelte der Wecker, Frühstück zubereiten, Sandwich machen, Guayusa in Flaschen abfüllen, da wartet auch schon das Taxi und ab geht es auf das Grundstück. Tagesziel ist eine kleine Bodega 6m x 5m. Geplant war es mit der Bodega am Mittag fertig zu sein, doch die Arbeiten im Jungle gestalteten sich anspruchsvoller als gedacht. Das ganze Material musste von der Hauptstrasse an den Ausgangspunkt getragen werden, Strassen gibt es noch nicht nur kleine Pfade, welche mit den Machete freigeschlagen wurden. Nun heisst es Bäume fällen, die Baumstämme schinden, den Platz vom Unterholz befreien, Löcher für die Pfeiler graben usw. Dies natürlich alles von Hand, mit der Machete und einer Motorsäge. Nach 10 Stunden war es geschafft, die Bodega steht und wir sind tot müde aber überglücklich.

Arbeit und Vergnügen

Am Rio Misahuallí. Immer wieder ein Abenteur den Fluss abwärts zu treiben, durch Jungle und unendliche Natur.

Die Arbeit sowie das Leben in Ecuador kann man sich erst vorstellen, wenn man es vor Ort miterlebt hat. Die Studenten und Volontäre werden jeden Tag vor neue Herausforderungen gestellt, die es zu meistern heisst. Dies in akademischer, aber auch in sozialer Hinsicht. 

Saber y Crecer ist es wichtig die Studenten nicht nur schulisch zu fördern und fordern, sondern auch einen Ausgleich zwischen Arbeit und Vergnügen zu schaffen. Daher darf ein Tag mit Studenten und Volontären am Fluss nicht fehlen.
Hier eine wilde Team-Flussfahrt den Río Misahuallí runter. Spass pur.

Ein Nehmen und Geben

Alle unsere von uns betreuten Studenten werde finanziell unterstützt und schulisch sowie auch sozial betreut.

Jedem Student ist eine kleine Arbeit zugeteilt. Es geht nicht nur um Mitzuhelfen, sondern vorallem um Verantwortung zu übernehmen.
Vicente zum Beispiel wurde die Arbeit zugeteilt das Grundstück der Stiftung regelmässig zu kontrollieren und da kleine Reinigungsarbeiten auszuführen.
2 – 3 mal wöchentlich rapportiert Vicente über seine Arbeit.
Hauptprobleme auf dem Grundstück sind illegale Jäger und Abholzung.
Vicente macht eine tolle Arbeit.

Herzlichen Dank.

Cultura, Selva y Educación

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Einer unserer Studenten hat sich bereitg erklärt einen kurzen Bericht über seine Erfahrungen mit der Stiftung SYC zu schreiben.


„Desde hace casi dos años que estoy contento por formar parte de esta Fundación „Saber y Crecer“, porque marcó mi vida y mi preparación como profesional , si no también mi corazón, mi estilo de vida, mi forma de pensar y mis ideas.
Me llamo Byron Chimbo, un joven Kichwa de bajo recursos economicos, soy uno de los primeros estudiantes beneficiarios. Estoy cursando el cuarto semestre en la carrera de Ingeniería Ambiental en la Universidad Estatal Amazónica, mi propósito de estudiar en la universidad, es como todos, siempre buscamos oportunidades, formas y condiciones de vida “mejores”,nuestra cultura esta es un proceso de aculturación que nos obliga a salir de nuestras comunidades, buscar nuevos rumbos, nuevas metas y propósitos lejos de nuestra selva, con ganas de descubrir, aprender, innovar nuevas ideas para apoyar a nuestras comunidades en preservar la cultura y la selva. 
Gracias a la Fundación Saber y Crecer, encontré un espacio donde no sólo aprendo a seguir con mis estudios como profesional, sino cómo, ser un mejor  hijo, persona y ser humano. Gracias a un grupo de excelentes personas que bajo el nombre de Fundación Saber y Crecer, año tras año van cumpliendo el sueño de jóvenes que buscan superarse en su perfil profesional. Jóvenes que con valentía, esfuerzo y decisión dedican su trabajo, su tiempo y sus vidas a construir mejores sociedades porque creen en ellos. 
Quiero agradecerles la inmensa ayuda aportada, no sólo por la compensación económica, que por supuesto ha sido de gran ayuda, sino por el hecho de verme beneficiado de una fundación que pretende brindar un futuro mejor a los estudiantes de bajo recursos económicos .
Muchas gracias por la confianza que ustedes han puesto en mi. Me da más ánimos para seguir adelante y conseguir mis metas propuestas.

 

Übersetzung deutsch…
Ich bin seit fast zwei Jahren ein Student der Stiftung SABER Y CRECER. Die Stiftung unterstützt mich nicht nur finanziell für mein Universtitätsstudium, sie hilft mir mich auf ein mir sonst fremdes Leben vorzubereiten.

Mein Name ist Byron Chimbo, ein junger Kichwa Indio aus dem Amazonas Regenwald, der sich für ein Hochschulstudium nicht auf die finanzielle Unterstützung seiner Familie verlassen kann. Ich bin einer der ersten Schüler, welcher von der Unterstützung der Organisation Saber Y CRECER profitieren kann. Ich studiere Umwelt Ingenieur an der Universidad Estatal Amazónica und bin momentan im 4 Semester.

Als Indigene sind wir den extremen Veränderungen der Lebensbedingungen stark ausgesetzt. Wir suchen immer nach Möglichkeiten und Wegen uns den Veränderungen anzupassen, aber auch unsere Wurzeln und unsere Kultur zu bewahren. Wirtschaftliche Faktoren zwingen uns, unsere Gemeinschaften zu verlassen, neue Richtungen, neue Ziele und Möglichkeiten außerhalb unseres Dschungels zu suchen.

Der Wunsch ist es uns durch diese Anpassung weiter zu entwickeln, zu lernen und Neues zu entdecken, aber auch um unsere Gemeinschaften beim Erhalt der Kultur und des Regenwaldes zu unterstützen.

Dank der Stiftung SABER Y CRECER habe ich einen Ort gefunden, durch den ich nicht nur mein Studium als Pofessioneller absolvieren kann, sondern auch eine Umgebung wo ich mich als heranwachsende Person weiterentwickeln kann.

Dank einer Gruppe ausgezeichneter Menschen die für die Stiftung Arbeiten und sich Jahr für Jahr für die Träume junger Menschen einsetzen, sich eine berufliche Ausbildung anzueigenen kann ich als junger Menschen, mit Mut, Entschlossenheit und viel Einsatz, mir den Traum einer guten Ausbildung ermöglichen.  Mit dieser Ausbildung kann und will ich mich für eine bessere Gesellschaft und den Erhalt unserer Kultur einsetzen.

Ich möchte Ihnen für die immense Hilfe danken, die nicht nur als finanzielle Entschädigung geleistet wird, was natürlich eine große Hilfe ist, sondern auch für die Tatsache, dass ich von einer Stiftung profitiere, die darauf abzielt, Studenten mit niedrigem Einkommen eine bessere Zukunft zu bieten.

Vielen Dank für das Vertrauen, das Sie mir entgegenbringen. Es gibt mir mehr Mut, um meine geplanten Ziele zu erreichen.


Herzlichen Dank

Zwischenprüfungen Kochlehrlinge

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Vorbereitungen für die Zwischenprüfungen. Lehrer José mit seinen Studenten.

Unsere beiden Kochlehrlinge in Ausbildung machen sich gut und arbeiten hart auf die Zwischenprüfungen hin die für die nächste Woche angesagt sind.
Der Lehrer, José Fray, rühmt den Einsatz von Romel und Erika.
Auch in unseren wöchentlichen Gesprächen zeigt sich, dass sich beide mit Begeisterung eingeben.
Ein Erfolg ist, dass beide für die Monat April bis Juni eine Praktikumsstelle gefunden haben, ein weiterer wichtiger Schritt in der Ausbildung zum Koch der traditionellen Küche.
Im Juli werden beide Kochlehrlinge die Ausbildung abschliessen. Hoffentlich mit Erfolg.

Nachholbedarf Grundbildung

Immer wieder beobachten wir das viele Jugendliche grosse Lücken in ihrer Grundbildung haben. Kaum Mathekenntnisse, kaum Sprachkenntnisse.
Die Problematik findet sich in der Grundschule. Schlecht ausgebildete Lehrer und Eltern die eigentlich nie eine Schulbildung genossen haben.
Aufgrund dessen haben wir ein kleines Projekt ins Leben gerufen.
Einmal wöchentlich besuchen wir die kleine Comunidad Puka Urku. Hier bieten wir jeden Mittwoch von 14:00 – 16:00 in einem uns zur verfügung gestellten Raum Nachhilfestunden in allen Fächern und Englischunterricht.
Unsere neue Voluntärin Julia wird dieses Projekt erstmal für das erste Semester übernehmen.
Jeden Mittwoch also geht es los: 40 min Busfahrt nach Misahuallí. Von dort Kanufahrt von 10 min. runtern den Río Napo nach Puka Urku.
Der Anklang der Comunity ist gross und der Einsatz wird sehr geschätzt.