Mithelfen

Reflektion des Studentenhauses im kleinen Bächlein vor dem Haus

Teil des Vertrages zwischen den Studenten und der Organisation ist, dass sich jeder bei Hausarbeiten, aber auch bei Arbeiten im und um das Haus eingeben muss.
Im Haus sind das Arbeiten wie Abwaschen, Kochen, putzen etc. Dafür gibt es einen Einsatzplan. Es freut mich jedoch immer wieder wenn Projekte auf Initiative der Studenten angepackt werden. 
Auf dem Grundstück gibt es verschiedene kleine Bächlein. Es wurde der Wunsch eingebracht kleine Teiche zu erstellen zum baden, aber auch um den Wasserfluss besser zu regulieren. So wurde in der Freizeit mit Schaufel und Muskelkraft viel Erde verschoben und kleine herrliche Wasserschwellen und Teiche kreiirt.

Der Wunsch eines Studenten ist es momentan, die Wanderwege auf dem Grundstück zu erweitern. Auf seinem lieblings Bergabschnitt erstellt er nun einen herrlichen Waldpfad Wo nötig werden mit Materialien aus dem Wald Treppen und gar kleine Brücken erstellt.

Auch ein Froscheteich wurde auf eigene Initiative gegraben. Dadurch entstand in perfektes kleines Biotop. Ein idealer Platz zum Reptilien zu beobachten und zum entspannen.
Und so erweitert sich die Umgebung um und im Haus zu einem angenehmen, einladenden Zuhause.

Wir bleiben motiviert.

Endspurt (hoffentlich)

Ein Traum nimmt konkrete Formen an. Seit dem Februar 2020 ist das Studentenhaus Pakashka Sacha im Bau. Der Weg zum Start war lang, denn erst musste ja eine Zufahrststrasse durch schwieriges Gelände realisiert werden. Und der Beginn der Pandemie im März liess die Arbeiten für fast 3 Monate zum erliegen kommen. Glücklicherweise konnten wir eine Bodega für die Bauarbeiter auf dem Grundstück erstellen und somit die Arbeiten, wenn auch in reduzierter Form, weiterführen. Das Hauptproblem war die Zulieferung von Baumaterialien. Und dies noch bis zum heutigen Zeitpunkt. Noch immer fehlen Materialien wie Dach, die auf Grund der Produktionsengpässe nicht ausgeliefert werden können.
Zeitpunkt der Fertigstellung ist auf Ende August geplant. Und ich sehne mich nach diesem Datum. Denn seit April wohnen wir auf dieser Baustelle.

Steile Zufahrts-Strasse

Fertig betoniert

Von der Hauptstrasse zum neue Studenten-Haus mussten wir eine 200 m lange Zufahrtsstrasse erstellen, dies durch schwieriges Gelände und zum Teil über das Grundstück des Nachbars. Per Gesetz ist ein solcher Zugang über andere Grundstücke, hier in Ecuador, erzwingbar. Das heisst, nur auf einer Grenzlinie und nur je 2 m per Grundstück. Dies ergibt also eine Strassenbreite von maximal 4 m. In unserem Fall bedeudete dies starke Anstiege und steile Böschungen. Und genau der erste Teil es Anstieges bereitete immer wieder Probleme. Starke Regenfälle und unbegabte Autofahrer haben die Strasse immer wieder von neuem ausgewaschen.

Die Lösung war im Bereich des Anstieges, ca 50 m, eine armierte Zementplatte zu erstellen.

Eine weitere ungeplante, aber unumgehbare Investition. innerhalb von 3 Tagen haben das tüchtige Team von 6 Personen diese Arbeit bestens erledigt. 

Die Arbeiten wurden heute Samstag fertiggestelle und ab Montag dürfte der Zugang, verbessert und einfachstens befahrbar, wieder zur Verfügung stehen.

Haltstelle PAKASHKA SACHA

Der grosse Vorteil des Standortes vom Studentenhaus Pakashka Sacha ist, dass es draussen im Primerwald ist, abgeschottet von Lärm und Ablenkung, jedoch ist es per Bus in 10 Minuten von Tena aus erreichbar. 

Fast alle 20 minuten rollt ein Urbano, Stadt-Bus, nach Tena und dies nur 200 m weg weg vom Haus. Um die Wartezeit etwas angenehmer und vorallem in manchen Fällen trockener zu halten wurde durch die beiden Mitarbeiter, Fausto und Edgar ein Bushäuschen gebaut. Die beiden liessen dabe ihrer Fantasie freien Lauf.  

Vielen Dank und angenheme Reise.

Telefonanschluss

Klar, Guinea Chimbana ist etwas abgelegen und nicht gleich im Zentrum vom Tena. Und gerade deswegen ist ein Internet/Telefonanschluss umso wichtiger. Cnt, vergleichbar mit der Swisscom in der Schweiz, ist verpflcihtet allen Bürgern einen Anschluss zu garantieren. Aber dafür sind stundelanges Warten angesagt. Nach 90 Minuten,kurz vor Schalterschluss bin auch ich bedient worden. 

Der höfliche Beamte beantwortete meinen Antrag: Da kann ich leider nicht helfen. Das kann nur die Chefin beantworten und diese ist im Moment nicht hier. 

Glücklicherweise kenne ich die Chefin persönlich. 

Also wende ich mich per Telefon persönlich an Sie. «Klar, werde sofort alles in die Wege leiten» Ich mag nicht diesen Weg zu gehen aber ich habe keine Lust mehr weitere Stunden mit im Schlangen-Stehen zu verbringen.
Hoff es Klappt

Letzte Bauphase

Das Haus nimmt konkrete Formen an. Die Grundstruktur steht und es fehlt eigentlich nur noch an der Fertigung des Innenausbaus und Umgebungsarbeiten. Die Beendung der Konstruktinsarbeiten ist bis Ende Juli geplant. Aber wie heute wieder passiert … nur 2 der 10 Arbeiter kamen zur Arbeit. Keine Lust, keine Zeit, Krank, was immer auch … Dies macht eine Planung sehr schwerig.

Auch das Studententeam wird nun wieder grösser. Vier Personen nutzen zurzeit die Unterstützung von Studentenhaus, obwohl das Haus noch alles Baustelle ist.
Vicente besucht den Kurs Englisch A2 für sein Tourismus Studium, Byron und Denise studieren Umweltingenieur und ein vierter Student wird mit einer Kochlehre beginnen.
Da wir ja noch kein Internet haben müssen alle Studenten für den Online Unterricht nach Tena. Dies ist etwas beschwerlich, jedoch mit den neuen Fahrrädern und nun seit einer Woche mit erneuter Busverbindung, ist dies kein Problem.

Strom, kaltes Wasser und 3 fertiggestellte Zimmer erlauben, zwar in lärmigem und staubigem Ambiente, hier draussen zu wohnen. Die herrliche Umgebung hier draussen in der Natur kompensieren jedoch alles.  

Inmitten dem allem hat mich ein Moment speziell fasziniert. Umgeben von surrenden Maschinen, laut schallender lateinischer Musik und dem emsigem Treiben ertönen die schrillen Rufe der Tukane. Es gibt hier rund ums Haus sehr viele dieser wunderschönen Vögel. Vorallem Morgens und Abends hört man deren schrille Rufe Quiii Quiii Quiii. Und während dem emsigen Tun antworten die Handwerker zurück mit: Quiiii Quiiii Quiii.
Alles im Einklang 🙂

Auf das Rad gekommen

Rückfahrt von Misahaulli nach Tena

Bei den noch 2 verbliebenen Studenten wurde der Schulunterricht auf das Internet verlegt. Tönt toll aber Internetzugang ist hier im Regenwald nach wie vor keine Selbstverständlichkeit.
Im neuen Studenten Haus versuche ich schon seit längerem einen Internetzugang zu erhalten. Die Corona Krise hat dieses Unterfangen noch zusätzlich erschwert.
In Tena, 6 km von hier in meiner alten Wohung gibt es jedoch einen guten Internetzugang.
Die Lösung war Fahrräder Für diese Distanz das perfekte Transportmittel. Was noch dazukommt ist die körperliche Ertüchtigung die einen idealen Ausgleich zum Studium vor dem Computer ermöglicht. Und die perfekte Nebenwirkung? Beide Studenten haben für sich ein neues Hobby entdeckt. So wird das Fahrrad nicht nur für den Schulweg benutzt sondern auch für stundenlange wochenend Fahrradtouren. Die Bilder zeigen die Tour vom letzten Sonntag nach Misahualli, Puka Urku und zurück. Besuch bei deren Familien nach nun fast 4 Monaten. Eine 75 km Herausforderung durch den Regenwald, entlang dem Rio Napo die in die Muskeln geht.

Immer noch Baustelle

Aktueller Stand der Baustelle


Hier in der Region schnellen die Zahlen der Infektionen unkontrolliert in die Höhe. In vielen kleinen Dörfern, wie zB Ahuano sind die meisten Leute angesteckt, denn nur wenige wirklich versteht das Ausmass und die Gefahr dieser Krankheit. Auch wollen die Leute nicht in die Spitäler, bleiben zuhause und stecken die übrigen Familienmitglieder an. Man verlässt sich auf die Naturmedizin.
Auch einige Mitarbeiter bei uns auf der Baustelle kommen nicht mehr zur Arbeit weil sie sich angesteckt haben. Einige leiden scheinbar ziemlich stark unter den Grippesymptomen. 

Der Kanton Napo ist nach wie vor auf der höchsten Alarmstufe (Alarmstufe Rot). Das heisst die Notmassnahmen bleiben streng, werden jedoch kaum eingehalten. Die Leute mögen nicht mehr ausharren. Es fehlen Einkommen und soziale Kontakte.

Wenigstens hat uns der Vulkanausbrauch Sangay keine weitere Probleme beschert. Einige Städte in der Bergregion, wie Riobamba, Alausi, haben zusätlich noch mit der Asche des Vulkanes zu kämpfen. 

Ich hoffe immer noch, dass wir das Haus bis Ende Monat fertigstellen können damit wir den Betrieb auf das neue Schuljahr aufnehmen können. Es fehlen noch einige Sachen aber die noch verbleibenen Handwerker geben vollen Einsatz.

Aufbau Hilfe von Wohnhaus

Der 10 köpfigen Familie Canelos ist vor einigen Monaten das Wohnhaus abgebrannt. Schuld war ein Kurzschluss. Wenn man die elektrischen Installationen hier anschaut ist dies nicht verwunderlich. (Zum Glück haben wir hier nur 100 Volt Anschlüsse)
Das Haus, auf der Isla Anaconda, ganz in der Nähe von der Liana Lodge, brannte bis auf die Grundmauern nieder. 
Irina, eine Volontärin von SELVA VIVA, hat den mutigen Schritt genommen und eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Es werden USD 7000.- gesucht um das Haus, zusammen mit der Comunidad wieder aufzubauen. 
Die Fundament konnten wiederverwendet werden und der Grundaufbau hat die Familie mit Hilfe von den Nachbarn mit eigenem Holz aufgebaut. 
Letzte Woche konnten dank ersten Spenden ein Blechdach gekauft werden, sodass die Konstruktion sicher unter Dach geschützt ist.
Noch fehlen Holzböden, Holzwände und eine gut installierte elektrische Anlage. Nach wie vor werden noch Spenden gesucht. Der Bau wird geführt und kontrolliert von meinem Baumeister, Vicente Gaibor und die Finanzen werden durch mich geführt, dokumentiert und kontrolliert.

Unterwegs mit Esspaketen

Verteilen von Esspaketen

Dank vielen spontanen Spenden wurde es mir ermöglicht, etwas Nothilfe an die leidenede lokale Bevölkerung zu leisten. 
Aufgrund der Corona-Krise fehlt es in vielen Haushalten am nötigem Einkommen um nötige Nahrungsmittel einzukaufen. 

Es ist nun die 2. Runde mit Esspaketen. Genau herauszufinden und zu definieren wer wirklich Hilfe braucht ist nicht so einfach. Mit der Unterstützung von meinen beiden Mitarbeitern, die hier in der Region wohnen, haben wir eine Liste erstellte von hauptsächlich älteren Leuten ohne Einkommen aber auch von grossen Familien, dies hier in der Region Guinea Chimbana.

Die Reaktionen sind berührend herzlich oder dann aber auch sehr scheu. Aber auf jeden Fall ist die Hilfe sehr willkommen. Der Umfang der Pakete scheint zu passen. Was wir ergänzt haben ist Kaffee oder Cacao und auch was Süsses.

2 kg Reis
1 l Speiseoel
1 kg Zucker
500 g Linsen
1 kg Haferflocken
1 kg Salz
1 Paket Teigwaren
5 Büchsen Thunfisch
1 Hühnchen
1 Tasche mit verschiedenem Gemüse
1 Sack Guetzli
300 g Kaffee oder Cacao

Was Logistik anbetrifft werden wir auch immer besser. Meine Kollegin Maria fährt uns mit ihrem Privatauto nach Tena zum Einkauf und begleitet uns bei der Verteilung der Nahrungsmittel.
Beim Einkauf werden alle Nahrungsmittel sortiert und in grosse Kartons verpackt. Zurück in Guinea Chimbana werden die Nahrungsmittel auf grosse Tragetaschen portioniert. Danach fahren oder laufen wir zu den jeweiligen Häusern und verteilen die gefüllten Tragetaschen.
Eine strenge aber sehr erfüllende Arbeit. Herzlichen Dank an all die grosszügigen Spender.

Foodpakete haben Vorrang

Familie in Talak.

Die Corona Krise hat Ecuador hart im Griff. Die Restriktionen vom Staat sind rigoros. Arbeiten sind gestoppt oder durch Lieferungsengpässe verunmöglicht. Der Tourismus, der für eine Vielzahl der einheimischen einzige Einkommensquelle war, ist versiegt. Und hier leben 90% der Bevölkerung von der Hand in den Mund.
Weitere Verarmung und Hunger sind die Konsequenzen. Das Land war schon vor der Krise eigentlich Pleite. Die Regierung ist überfordert und unfähig ausreichend für das soziale und wirtschaftliche Wohlergehen der Bevölkerung zu sorgen. Viele Investoren haben durch die politische Situation und Korruption Ecuador verlassen und werden so schnell auch nicht wieder kommen.

Es gibt eine hohe Dunkelziffer an Covid19 Infizierten, weil kaum getestet wird. Besonders gefährdet ist die Bevölkerung hier im Regenwald. Viele Indigene kommen zurück aus den Städten wo es jetzt keine Arbeit mehr gibt und bringen das Virus in entlegenste Gebiete, in Gemeinden weit ab von Krankenhäusern oder medizinische Hilfe.

Im Moment verteilen wir Wochen-Esspakete an selektiv ausgewählte Familien. Allen können wir nicht helfen, doch mindestens so, an einigen Orten die gröbste Not lindern.
Uns ist bewusst, dass dies nicht der Aufgabe von SABER Y CRECER entspricht und dass wir Spenden verwenden die eigentlich für Schulungszwecke bestimmt waren.
Ich denke es ist im Sinne aller Spender, dass diese Not im Moment Vorrang hat.

Pakete in dieser Art werden an Familien abgegeben (Wert ca USD 25.-)
Je nach Bedürfnis wird die Einkaufsliste angepasst, aber immer im Rahmen dieses Budgets.
2 kg Reis
1 kg Hafer
1 Liter Speiseöl
1 kg Zucker
2 Pakete Teigwaren
2 Pakete Bohnen
4 Dosen Tunfisch
250 g Sal Salz
1 Hühnchen
verschiedenes frisches Gemüse

Einige Familien ein solches Packet erhalten und wir werden bei Bedarf jede Woche ein weiteres Packet nachreichen. Weitere Familien werden abgeklärt.


Woche 6 auf der Finca

Becky agiert als Managerin und behält Überblick bei allen Arbeiten.


Der Zement ist angekommen, zusammen mit weiteren Baumaterialien und auch ein neues Team von Arbeitern. Unser neues Ziel ist es, das Haus zumindest auf einen bequemen, sicheren Grundstand zu bringen. Und dies bis Ende Mai. Den im Moment ist das Haus komplett offen und ungesichert. Die Haupteingangtür fehlt, der Garten ist uneingezäunt und all dies in diesen unsicheren Zeiten ist eher unangehem. Ich auf jeden Fall schlafe nicht sehr gut, obwohl wir Hunde vor Ort haben. Jedes kleinste ungewohnte Geräusch lässt mich aufwachen.
Wie gesagt. Ein tüchtiges Team lässt die Arbeiten rasch voranschreiten.
Um Zeit zu gewinnen schlafen die meisten Mitarbeiter auf der Finca in der Bodega.
Letzte Woche wollte ich eigentlich wie gewohnt für eine Nacht nach Tena um Einkäufe zu tätigen und meine administrativen Arbeiten zu erledigen. Aber es war absolut kein Transport auffindbar. Das zermürbt. Das Gemisch von dieser doch schwierigen Zeit und zusätzlich von Unzuverlässigkeit nervt.

Zur Zeit sind wir zu fünft auf der Finca. Täglich nehmen wir uns 2 Stunden um English und Mathematik zu üben. Arbeiten im Garten, Wegbau und Bachregulierungen nehmen einen weiteren Teil der Zeit in Anspruch. Und natürlich finden wir auch Zeit um die Hunde zu spazieren, zum Kochen und abends zum Kartenspielen.